Beitragsseiten

 

Ausführliche Beschreibung zur 1. Pilgerreise - Externsteine


Marc Aurel

„Du sehnst dich danach, dich aufs Land zurück zuziehen... Dabei steht es dir frei, dich zu jeder Stunde in deine eigene Seele zurückzuziehen. Es gibt für den Menschen keine ungestörtere Zufluchtsstätte. Dort halt recht oft stille Einkehr und erneuere dich selbst.

„In deinem Inneren ist die Quelle des Guten, unversiegbar, wenn du nur immer nachgräbst.“

„Alles, was dir recht ist, du Seele der Welt, ist auch mir recht. Nichts kommt mir zu früh, nichts zu spät, was für dich rechtzeitig kommt. Von dir kommt alles, in dir ist alles, in dich kehrt alles zurück.“


Meine erste Pilgerreise führte mich zu alten Templerkapellen. In jeder dieser alten Stätten hörte ich innerlich die beinahe strenge Frage: Warum machst Du das?

Im vorangegangenen Jahr hatten wir uns alle darum bemüht, die Kommunikation mit Orten zu erlernen. Sprach hier der Ort zu meinem Gewissen? Ich war etwas verwirrt, bis ich zu dem Schluss kam, dass die von den Templern so behutsam gebündelte Ortsintelligenz wohl allgemein an den Sinn des Lebens appelliert.

Also dachte ich darüber nach, warum ich Menschen dazu anleite, den inwendigen Raum dieser alten Kultstätten zu ergründen. Beim Zusammentragen des Materials für die Vorträge hatte mich eine Begrifflichkeit aus anthroposophischen Kreisen besonders beeindruckt: "... die träumenden Jahrhunderte bis zum frühen Mittelalter..."

      Diese Kunst des Träumens in eine Situation hinein, das entsprach meinem inneren Bedürfnis. Diese Fähigkeit haben wir verloren. Man sagt, das magische Zeitalter der Menschen, in denen letzte Zusammenhänge zwischen Himmel und Erde noch intuitiv wahrgenommen wurden, endete mit dem frühen Mittelalter. Laut Rudolf Steiner waren unsere Vorfahren zwar in der Lage, die vielen Ebenen unseres Daseins zusammenhängend wahrzunehmen, jedoch taten sie dies aus einem unbewussten, träumerischen Zustand heraus. Sie waren so sehr verschmolzen in diesem Einssein, dass sie sich dessen gar nicht bewusst waren. Ein oft zitiertes Beispiel für solches Gleichnis ist der Fisch, der, wenn er nie aus dem Wasser herauskam, dann auch nicht wisse, was Wasser ist. Oder – dass Licht sich im Licht nicht erkennen kann und die Schöpfung der Gegensätze aus diesem Grund entstand. Deshalb ergibt es einen Sinn, dass wir herausgefallen sind aus dem "Wasser“ oder dem „Licht“.

Diese Pilgerreise soll uns einen Einblick in die Tiefe der Welten- oder Erdenseele zu geben. Die Externsteine bergen dieses Wissen. Das Seelische ist die Vermittlerin zwischen dem Menschen und dem Numinosen. Sie ist die Empfindungskraft, die alles durchwebt. Das Geistige ist die Matrix, in der alles Potential vorhanden ist, welches es durch das Seelische zu entdecken und zu erproben gilt. Das Seelische ist die Entdeckerkraft, die Neues erkunden will, aber gleichzeitig von der Sehnsucht nach dem Einheitsgefühl des Vergangenen durchdrungen ist. In dieser Spannung entsteht Evolution. Geomantisch Pilgern ist ein Weg, dies selbst zu erfahren und zum eigenen Erlebnis werden zu lassen.


Wenn wir versuchen, die Landschaft als gesamten Raum wahrzunehmen, sehen wir das Inhaltliche der Landschaft. Wir betrachten nicht mehr die einzelnen Dinge, sondern wir nehmen Anteil an dem Seelischen, welches diese Landschaft ausmacht. Dies ist der erste Zugang zur Erdenseele. Die Perspektive und die Differenzierung verschwindet und damit Zeit und Raum. Wir kennen dieses Gefühl annähernd beim Einlassen in die 3-D-Bilder der neunziger Jahre. Die Landschaft wird zum Erlebnis. Wir betrachten sie nicht mehr von außen. Wir sind nicht mehr getrennt. In diesem Erleben finden wir all das wieder, was wir z.B. aus Märchen, Sagen oder Mythen kennen. Die Kräfte dieser Archetypen beseelen heute noch in Bildersprache unsere Welt und wir fangen an, den Sinn zu begreifen. Dies ist die Bildersprache, die unsere Seele versteht - sich in ihr wohlfühlt, aber auch in ihren Ängsten erleben lässt.

Kinder sehen die Welt noch auf diese Weise bis zum vierten Lebensjahr. Wenn der Verstand in ihr Leben tritt, verlieren sie die Gabe, die Welt von ihrer Ausstrahlung her zu betrachten - ähnlich wie unsere Vorfahren. Man sagt, dass der Mensch in seiner Entwicklung vom Embryo zum Erwachsenen noch einmal die Entwicklung der Menschheit durchmache. Das Kleinkind entspricht in der Wahrnehmung der Kinderzeit der Menschheit, dem Nomadentum. Deren Wegweiser war die Wahrnehmung der Ausstrahlungen. So wie Kinder auf Ausstrahlungen reagieren. Solange sie die sogenannten Kopffüßler malen, haben sie sich noch das "träumerische" 'Wahrnehmen bewahrt.

Geomantisches Erleben ist ein Weg zum spirituellen Begreifen des Lebens in unserem Lebensraum, indem wir wieder an die Gabe des träumerischen Wahrnehmens anknüpfen, dies aber bei klarer Achtsamkeit unseres heutigen Tagesbewusstsein, im Gegensatz zum träumerischen Unbewussten der Vergangenheit.

Ich verbinde mit jeder geomantischen Wanderung das Bedürfnis, vergangenes und jetziges Wahrnehmen zu verbinden, um wieder die Zusammenhänge aller Ebenen zu begreifen und dies mit dem von uns allen erarbeitetem wachen Bewusstsein - in unserer eigenen Mitte. In unserer Mitte finden wir unsere Sicherheit. Die Sicherheit öffnet unsere Intuition. Über Austausch und Vergleich der Erfahrungen innerhalb einer Gruppe lernen wir auch, zwischen Phantasie und Wirklichkeit zu unterscheiden. 
     


Bei den Externsteinen finden wir verschiedene Qualitäten: die der alten Religionen – die weiblich-seelischen Erdmutterqualitäten – aber auch eine Sonderheit: die Qualität der neuen, männlich, geistigen Elementarwesen, die sich seit etwa 20 Jahren auf unserem Planeten verankern, um uns in eine neue Qualität des Bewusstsein zu leiten. Thomas Meyer beschreibt sie in seinem Buch: „Rettet die Elementarwesen“ – sie bringen eine neue Art der Liebe zu uns.

Die Externsteine bauen unseren Vitalkörper auf, nach einigen Stunden Dasein ist diese durch die Kirlianfotografie sichtbar gemachten Ausstrahlung von 2 cm um das doppelte oder dreifache gestiegen. Wir werden ab 18 Uhr, wenn die Touristen gegangen sind, jeweils eine Stunde direkt vor Ort meditieren.